Stephanie Knauer für die Augsburger Allgemeine (German)

Das „Marc Copland Zenith Quartett“ setzt einen Meilenstein

Dieses Gipfeltreffen war von Triumph gekrönt. Das musikalische Zusammentreffen eines hochrangigen Quartetts geriet zum Höhepunkt des Modern, des Avantgarde Jazz und war an jedem Instrument luxuriös besetzt. Mit gutem Grund hieß das Gastensemble im Birdland „Marc Copland Zenith Quartett“. Sowohl im klanglichen wie im rhythmischen und im freien Zusammenspiel war der Samstagabend im Neuburger Jazz Club eine Offenbarung. Wie etwa bei John Abercrombie – mit dem fast alle Quartettmitglieder schon gespielt haben – gab es keinen klassischen Aufbau. Das schöpferische, freie Spiel, so schien es, begann von Anfang an. Ein hingeworfener Gedanke, impressionistisch sphärische, mit nebulösem Pedal in den Weltraum katapultierte Akkorde und Sekundintervalle initiierten eine Dauer-Genese, die sich ekstatisch aufschwang und wieder erschlaffte. Antrieb und Leerlauf wechselten ab, aus boppigem Dauerlauf wurde ein Tango-ähnlicher Schritt, der funkig anklingende Bass-Einstieg entpuppte sich als zündender Latin-Rhythmus.

An jedem Instrument saß ein Künstler, an der Drumstation sogar ein bildender Künstler. Joey Baron besaß eine riesige Bandbreite von streichelzart bis bombastisch, solierte mit großer Klangdelikatesse und überraschenden Anschlagstechniken. Es war der neue Blick auf das Geschehen, Schlagzeugeinwürfe, die ein genial anderes Licht darauf warfen, auch mit unkonventionellen Klängen, die Barons Kunst und die der anderen so außergewöhnlich machten. Zusammen mit Drew Gress, der seinen herrlich sonoren Bass kongenial bearbeitete, und Pianist Marc Copland, ein superber Jazz-Pianist mit großem Horizont und entsprechend beeindruckendem Spiel-Ambitus, bildete sich die klassische, auch klanglich eingeschweißte Jazztrio-Besetzung, die faszinierende Momente von hypnotisierender Verhaltenheit schuf. Naturgemäß ist die Trompete dagegen klanglich exponiert, obwohl Star-Trompeter Ralph Alessi auch über meisterhaft leise Töne verfügte. Selten ist eine derartige Instrument-Beherrschung zu erleben. Töne werden lang und makellos bruchlos gehalten, Spitzen gelingen treffsicher, auch technisch war dieser Abend olympisch. Kurze Free-Szenarien erstanden, aber ebenso ein typischer Swing, der aber nur von kurzer Dauer war. Wie ein Weltraumspaziergang mutete diese Birdland-Premiere an, ein steter Wandel mit unzähligen eindrucksvollen Begegnungen. Jeder der vier Musiker ist ein renommierter Solist. Doch erst durch das echte Zusammenspiel, das Vor- und Zurücktreten an passender Stelle und durch das Zusammenwirken um des besten Ergebnisses willen, wurde dieses Konzert zum Meilenstein des modernen, auf höchstem Niveau kreativen Jazz.

Apr 21 2023

Someday – Space, elegance and heartiness are all at the forefront

The stupendous sound of American pianist Marc Copland is only matched by his immense creativity and originality. For this quartet session, recorded for his own label, the pianist teams up with bassist Drew Gress, a longtime partner in many musical voyages, and two new additions: Belgian-American saxophonist Robin Verheyen and ...
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Mar 23 2023

SE QUALCUNO VI CHIEDE CHE COSA SIA IL JAZZ, RISPONDETE PURE: «SOMEDAY» DI MARC COPLAND QUARTET!

Si potrebbe dire che Marc Copland sia un artista dalla doppia vita. Partito come sassofonista con ottime collaborazioni in qualità di sideman, tra cui Chico Hamilton, Cameron Brown e Jeff Williams e John Abercrombie. Insoddisfatto dei limiti armonici del suo strumento, a metà degli ’70 anni, il giovane Copland lascia ...
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Feb 27 2023

“One of today’s great pianists….Fresh, powerful, sensitive: this is without doubt one of the best quartet recordings in recent memory.”

Marc Copland, at 74 years old, has nothing more to prove. He’s played with the greatest, recorded superb discs and is recognized as one of today’s great pianists. He can play music free of any constraints, and choose his preferred partners. His old friend Drew Gress is on bass here, ...
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Feb 9 2023

“A dream musical partnership, and as always with Marc Copland: exciting!” Jazz Thing

Next stop for the restless adventurer Marc Copland: after his interlude with violinist Mark Feldman, the pianist is back with saxophonists, with whom he has a soulmate-like connection--because that was his original instrument. The first was the Frenchman Jean-Charles Richard (L'etoffe des Reves, La Buisonne) and now it’s the Belgian ...
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Dec 9 2022

Music is magic in this group’s hands, and Marc Copland is the master magician – AllaboutJazz

Marc Copland is a former saxophonist who found his instrument artistically confining for the purposes of expressing his vision. So he called on his childhood piano training (synaptic memories intact) to make the switch to the keyboard. The results have been magic. His artistry with the 88s is second only ...
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Dec 1 2022

Interview The New York City Jazz Record

Marc Copland has been creating vital music for more than 40 years and the pianist is arguably at the very top of his game. He is most well known for his long associations with bassist Gary Peacock and guitarist John Abercrombie, issuing several game-changing albums on ECM. Copland is a ...
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